Die wichtigsten Fakten 

für Hauseigentümer & Hausverwaltungen:

Trinkwasserverordnung 2011


Am 01. November 2011 ist die neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten. 
Sie beinhaltet wichtige Anforderungen, die insbesondere bei „gewerblicher Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht“ zu beachten sind.

Hiervon sind insbesondere vermietete Wohnungen in Mehrfamilienhäusern betroffen,
wenn dort zentrale Trinkwassererwärmer als Großanlage vorhanden sind.


Definition Klein- und Großanlagen
• Als Kleinanlagen gelten alle Ein- und Zweifamilienhäuser. Sie sind von der grundsätzlichen Untersuchungspflicht nicht betroffen.

• Als Großanlagen im „gewerblichen“ Sinne werden Gebäude ab drei Wohnungen angesehen, in denen ein Trinkwassererwärmer mit
mehr als 400 Litern Inhalt installiert ist. Als Großanlage betroffen sind ebenfalls Trinkwasseranlagen, bei denen der 
Trinkwassererwärmer zwar weniger als 400 Liter Inhalt aufweist, aber der Leitungsinhalt vom Ausgang Trinkwassererwärmer
bis zur entferntesten Entnahmestelle mehr als 3 Liter Wasservolumen fasst. Dies betrifft in der Regel fast alle Anlagen.

• Gebäude mit dezentralen Trinkwassererwärmern in den Wohnungen, wie z. B. Durchlauferhitzer, sind von der Prüfpflicht nicht betroffen.

Untersuchungspflicht
• besteht in den vorgenannten Gebäuden, in denen Wasser vernebelt werden kann. Damit ist das Vorhandensein von Duschen in Dusch- oder Badewannen gemeint.
• verlangt die Entnahme von Wasserproben aus dem Warmwassersystem zur orientierenden Systemuntersuchung.  Es wird vorrangig ein möglicher Legionellenbefall untersucht.

An nachfolgenden Untersuchungsstellen werden die Proben vorrangig entnommen:
• eine hinter dem Ausgang Trinkwassererwärmer,
• eine von einer entferntesten Entnahmestelle,
• eine vor dem Zirkulationswassereintritt in den Trinkwassererwärmer.
• Wenn das Kaltwassersystem erwärmt ist (mehr als 25°C), sind auch dort Wasserproben zu entnehmen.

In der Regel werden 3-5 Wasserproben für eine Untersuchung benötigt.

Wir sind zertifiziert bei der Rheinenergie als probenehmender Fachbetrieb.

Häufigkeit der Untersuchung:


Derzeit verlangt die Verordnung jährliche Untersuchungen von zentralen Trinkwassererwärmungsanlagen auf Legionellen. 
Wenn in drei aufeinander-folgenden Jahren keine Beanstandungen festgestellt werden, kann das Gesundheitsamt einen
längeren Untersuchungsintervall festlegen.

Anzeigepflichten: 
Bestehende Gebäude, in denen sich eine Großanlage befindet, sind dem Gesundheitsamt unverzüglich anzuzeigen. 

Am besten beauftragen Sie noch heute einen Trinkwassercheck. Dieser beinhaltet eine Bestandsaufnahme Ihrer Trinkwasseranlage.
  Hier wird geprüft, ob es sich um eine Großanlage handelt und eine Wasserprobenuntersuchung überhaupt erfolgreich sein kann.
Hier werden Beispielsweise das Vorhandensein nötiger Sicherheitseinrichtungen und Leitungsverlauf hinsichtlich
„toter Leitungsabschnitte“ untersucht. Diese können stagnierendes Wasser enthalten und somit einen nachhaltigen Einfluss auf die Wasserqualität haben.


Vorgehensweise

• Zu Beginn sollte ein Trinkwassercheck durchgeführt werden
• Mögliche Instandsetzungsmaßnahmen oder Rückbauarbeiten werden durchgeführt.
• Einbau Probeentnahmeventile an den betreffenden Entnahmestellen.
• Entnahme von Wasserproben und Auswertung durch das Wasserlabor